Heute habe ich es getan. Ich habe Tofu gegessen. Das erste Mal.
Ähm... ja. Ging so. Aber ich habe mich an die Vegan For Fit Challenge gemacht. 30 Tage keine tierischen Produkte essen und dabei Sport treiben. Naja, Sport treibe ich sonst auch. Also dürfte das Essen die größte Herausforderung werden.
Herausfordernd ging es morgens gleich los. Ich war früh wach (so für einen Brückentag) und hätte schön Laufen gehen können. Aber ich hätte nichts zu essen gehabt, wenn ich zurück gekommen wäre. Und mit 10 Kilometern in den Knochen nüchtern einkaufen? Nein danke. Also bin ich gleich einkaufen gefahren. Bei Aldi gab es am Mittwoch Smoothie Maker, aber leider waren die schon weg. Also dort nur das übliche eingekauft und dann in den Bioladen. Hallo fremde Welt.
Auf meinem (langen!) Einkaufszettel standen Dinge, von denen ich zum Teil vorher noch nie gehört hatte. Amaranth, Mandelmuß, Sojajoghurt und Agavendicksaft? Nie gehört. Folglich hat es natürlich ewig gedauert, bis ich die Dinge zusammen hatte. Merke: Gepoppter Amaranth steht beim Müsli, nicht beim Getreide. Mandelmuß steht bei den Marmeladen. Außerdem 3 Sorten Milch. Davor graut mir am meisten. Was kommt denn jetzt in meinen Kaffee? Also Hafer-, Reis- und Dinkelmilch eingepackt, das muss durchprobiert werden.
Als ich ewig später endlich wieder zu Hause war, habe ich erstmal Obst gegessen, soweit so bekannt. Dann der Kaffee. Einen Espresso aus dem Maschinchen gelassen und zuerst die Hafermilch geöffnet. Igitt, das ist ja graues Wasser. Vielleicht muss man das schütteln? Oh, schon viel weißer. Hm, schmeckt besser als erwartet. Vor ungefähr 15 Jahren habe ich mal Sojamilch probiert und mich fast übergeben. Deshalb hat die es erstmal nicht auf die Einkaufsliste geschafft. Aber Hafermilch? Ich bin positiv überrascht.
Danach einen Matcha-Bananen-Schoko-Shake. Schmeckt schon sehr süß. Aber da kann man das nächste Mal ja etwas weniger Agavendicksaft nehmen. Geht schon.
Für meine Verhältnisse bin ich erstaunlich lange satt, vielleicht liegt das aber auch an der Hitze?
Zum Mittag gibt es Sojajoghurt mit Amaranth und Himbeeren. Erstens mache ich mir sicher nicht die Mühe und schichte das im Glas und nach der Erfahrung mit dem Shake reduziere ich auch gleich mal die Menge an Agavendicksaft. Gar nicht schlecht. Der Sojajoghurt schmeckt erstaunlich nah am Kuhmilchoriginal. Das gibt es bestimmt wieder.
Nachmittags nochmal die Kaffeeprobe. Nach dem Erfolg am Vormittag versuche ich es einfach mal direkt an der Maschine. Statt an Kuhmilch stecke ich den Milchschlauch in die Hafermilch. Oh... ganz schlechte Idee. Statt Milchschaum bekomme ich ein Riesengesprotzel, ich muss es sofort ausschalten. Na gut, dann eben die Milch so in den Kaffee. Igitt, das schmeckt jetzt schon sehr getreidig. Gewöhnungsbedürftig.
Beim Abendessen der Familie muss ich mich ausklinken. Auf Wunsch des Mannes gibt es Königsberger Klopse. Eigentlich habe ich auch noch gar keinen Hunger, aber da man nach 19:00 Uhr nichts essen darf und ich morgen früh dann doch laufen gehen will, muss ich noch etwas essen.
Hm... was ist denn ein Stufe 1 Gericht? Caprese vegan. Und da liegt er dann in der Pfanne, der Tofu. Dabei wird er ziemlich trocken, obwohl ich ihn kürzer gebraten habe als im Rezept steht. Grundsätzlich essbar, aber ich ertränke den Tofu in Balsamico, damit es besser rutscht. Vielleicht das nächste Mal doch kürzer in die Pfanne?
Jetzt darf ich nichts mehr essen. Ich hoffe, ich halte das durch. Früh ins Bett gehen hilft ;-)
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